GPS-Halsbänder helfen, Rote Pandas besser zu verstehen

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Ein Roter Panda in freier Wildbahn, Indien 2017. Foto: pfaucher, inaturalist.org, CC BY-NC 4.0; bearbeitet

 

Wie verhalten sich Rote Pandas in von Menschen dominierten Landschaften? Diese Frage versucht eine GPS-Studie zu beantworten – die erste dieser Art, die in Nepal durchgeführte wurde. Sechs Pandaweibchen und vier Pandamännchen wurden zu diesem Zweck im Panchthar-Ilam-Taplejung-Korridor, einem Waldgürtel, der verschiedene Schutzgebiete in Indien und Nepal vereint, mit GPS-Halsbändern ausgestattet. Drei Monate lange wurde im Distrikt Ilam im Osten Nepals an der Studie gearbeitet.

„Die Halsbänder sind so programmiert, dass sie ein Jahr lang alle zwei Stunden Daten aufzeichnen und über das Satellitensystem übertragen. Diese Daten werden uns dabei helfen, einen besseren Einblick in die Bewegungs- und Raumnutzungsmuster, das Sozialverhalten und ihre Reaktion auf Störungen zu gewinnen“, erklärt Damber Bista vom Red Panda Network und Doktoratsstudent an der Universität Queensland in Australien.

Fünf-Jahres-Aktionsplan

Das Projekt wurde vom nepalesischen Umweltministerium, dem „Department of Forests and Soil Conservation“ (DoFSC) sowie dem „Department of National Parks and Wildlife Conservation“ (DNPWC) geleitet und gemeinsam mit dem Red Panda Network durchgeführt. Für DoFSC-Generaldirektor Man Bahadur Khadka stellt die GPS-Studie „einen großartigen Meilenstein für den Schutz der Roten Pandas“ dar. Die GPS-Studie ist Teil des Fünf-Jahres-Aktionsplans, bei dem das Red Panda Network und die Regierung Nepals zusammenarbeiten, um den Schutz der Roten Pandas voranzutreiben.

Finanziert vom Rotterdamer Zoo

Neben Damber Bista vom Red Panda Network arbeiteten mehrere Beamte der staatlichen Behörden sowie Janno Weerman vom Rotterdamer Zoo an diesem Projekt. Der niederländische Zoo, der auch das internationale Zuchtbuch für Rote Pandas führt, hat die GPS-Studie finanziert.


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Presseaussendung des Red Panda Network. (PDF-Download)