Polly erhielt Computertomografie in Klinik – Update

Pandaweibchen Polly bei ihrer Computertomografie. Foto: Oliver Borchert – Helios Kliniken Schwerin

Ein ungewöhnlicher Patient wurde am Freitag, 15. November, in den Helios Kliniken Schwerin untersucht. Polly, das fünf Jahre alte Rote-Panda-Weibchen aus dem Schweriner Zoo, hatte in den vergangenen Wochen aus unerklärlichen Gründen sowohl Haare als auch an Gewicht verloren. Bei einer Röntgenuntersuchung stellte ein Tierarzt verdickte Lymphknoten fest, doch die genaue Ursache konnte nicht geklärt werden.

Premiere für Panda-CT

Für Klarheit sorgte eine Computertomografie (CT) in den Helios Kliniken Schwerin. Polly war das erste Tier, das in diesem Krankenhaus einer derartige Untersuchung unterzogen wurde. Der Oberbürgermeister von Schwerin, ein ehemaliger Radiologe, hatte die Untersuchung vermittelt.

Roter Panda Polly erhält CT in der Helios Klinik

Oberarzt Niels von Gadow bei den Vorbereitungen zur Computertomografie.  Foto: Oliver Borchert – Helios Kliniken Schwerin

Bei einer CT muss der Patient ruhig halten. Handelt es sich bei diesem um einen Kleinen Panda, ist das naturgemäß ein schwieriges Unterfangen. Aus diesem Grund wurde Polly für Untersuchung von Tierarzt Dr. Gerd Ricker an der Tierklinik Schwerin in Narkose gelegt. Danach wurde sie an die Helios Kliniken Schwerin gebracht.

Medizinisch war Polly eine Herausforderung. Chefarzt Dr. Karsten Alfke sprach von einer „für die Radiologen unbekannten Anatomie des Tieres“. Aus diesem Grund musste sich das Radiologie-Team sehr eng mit Tierarzt und Pfleger abstimmen.

Roter Panda Polly Zoo Schwerin

Das Radiologie-Team bei der Arbeit. Foto: Zoo Schwerin

Etwa zwei Stunden musste Polly durchhalten, dann ging es wieder zurück in den Zoo Schwerin.

Roter Panda Polly erhält CT in der Helios Klinik

Tierpfleger Daniel Heese hebt Polly zurück in die Transportbox. Foto: Oliver Borchert – Helios Kliniken Schwerin

Erfreuliches Ergebnis

Die wichtigste Erkenntnis durch die Computertomografie: Polly leidet zum Glück nicht an einer Krebserkrankung. „Sie zeigt keine Auffälligkeiten, bösartige Veränderungen an den Organen oder Ähnliches können ausgeschlossen werden“, so Chefarzt Dr. Alfke. Die Radiologen stellten allerdings eine gutartige Wucherung an der Nase fest. Ob diese behandelt werden muss, wird im Zoo Schwerin derzeit abgeklärt.

Roter Panda Polly Zoo Schwerin

Polly wurde nach der Untersuchung in einem Übergangsgehege im Zoo Schwerin untergebracht. Foto: Zoo Schwerin


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Über Polly schreiben unter anderem die Ostsee-Zeitung sowie die SZ.

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