Großer Panda hilft den Roten Pandas in Sikkim

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Das Rote Panda Projekt des WWF schützt den Lebensraum der Roten Pandas in Sikkim.
Foto: naturepl.com / Anup Shah / WWF

Der Bundesstaat Sikkim im Nordosten Indiens zählt zu den Gebieten, in denen Rote Pandas heimisch sind. Wie in den Nachbarländern Nepal, Bhutan und China sind leider auch hier die Tiere einigen Bedrohungen ausgesetzt. Die steigende Bevölkerungszahl und die damit einhergehende Abholzung von Wäldern reduzieren allmählich den Lebensraum. Waldgebiete werden als Weideland und für Brennholz benötigt. Streunende Hunde bilden eine zusätzliche Gefahr.

Seit 2005 versucht deshalb der WWF die Situation in dieser Region zu verbessern. Unter der Leitung des WWF Indien und mit finanzieller Unterstützung des WWF Deutschland setzen die Mitarbeiter im Büro in Sikkim das Rote Panda Projekt um und kümmern sich zusätzlich um Schneeleoparden, Fasanarten sowie den Gewässerschutz.

Brennholz sparen rettet Rote Pandas

Geholfen wird auf mehreren Ebenen: Um die Abholzung auszugleichen, wurden 240 Hektar Wald aufgeforstet. 100.000 ha Fläche konnten außerdem als Gemeindeschutzgebiete ausgewiesen werden. Dank sparsamer Öfen und der Produktion von Bio-Brikettes aus Verpackungsabfällen und Dung sank außerdem der Brennholzbedarf. Durch diese Maßnahmen habe sich der Bestand der Roten Pandas in Sikkim stabilisiert, erzählt Stefan Ziegler, WWF-Naturschutzreferent für Asien. “Laut unseren Schätzungen liegt er bei maximal 380 adulten Tieren.”

Wilderei eingedämmt

Erfreulicherweise scheint die Wilderei in Indien mittlerweile eine geringere Gefahr für die Roten Pandas darzustellen. Im heurigen Jahr analysiert der WWF jedoch die Situation bei den nördlichen Nachbarn. “Wir haben mit einer Marktuntersuchung in China begonnen, um zu schauen, ob Rote Pandas dort illegalerweise bejagt und die Felle gehandelt werden”, sagt Stefan Ziegler.

Für die Zukunft wird außerdem eine Ausweitung des Schutzprojektes Richtung Nepal, wo bereits das Red Panda Network tätig ist, angedacht.


Mehr Infos

Auf der Website des WWF Deutschland gibt es zusätzliche Infos über das Rote Panda Projekt.

Und hier kann das Rote Panda Projekt unterstützt werden.