Warum sich Forscher für die Darmflora des Roten Pandas interessieren

Roter Panda Darmflora

Was gefuttert wird, muss auch verdaut werden. Und der Rote Panda macht das anders als der große Panda. Foto: Btechlec / Pixabay

 

Ein Forscherteam wollte es ganz genau wissen und hat sich der Verdauung des Roten Pandas angenommen. Genauer gesagt ging es bei den Forschungen um die Darmflora der Roten Pandas, die sie mit jener der Großen Pandas und der asiatischen Schwarzbären verglichen.

Schwer verdauliche Kost

Interessant ist das für die Wissenschaft vor allem deshalb, weil sowohl der Rote Panda als auch der Große Panda aus biologischer Sicht zu den Carnivoren, also den Fleischfressern zählen würden. Beide wechselten aber aufgrund des Nahrungsangebotes überwiegend zur Pflanzenkost und sind inzwischen hochspezialisierte Bambusesser, die aufgrund ihrer Ernährung sogar einen „falschen Daumen“ entwickelt haben. Der Rote wie auch der Große Panda verfügen über einen kurzen und einfachen Verdauungstrakt, weshalb Bambus für beide relativ schwer verdaulich ist.

Gleiches Essen, andere Darmbakterien

Bislang war jedoch unklar, ob sich die Darmflora bei den Pandas gleich oder unterschiedlich ausgebildet hat. Um dies herauszufinden, analysierten die Wissenschafter die Fäkalien von sechs Roten und fünf Großen Pandas. Zum Vergleich wurden Proben von sechs asiatischen Schwarzbären herangezogen.

Fazit der Forscher: Die Darmflora des Roten und des Großen Pandas ist trotz der gleichen Ernährung recht unterschiedlich. Letzterer hat sogar mehr mit dem Schwarzbären gemein.

Auf der Webseite von Nature findet ihr den ausführlichen Report mit den Forschungsergebnissen.